Roland Heyder bevorzugt Öl und Leinwand, wenn er sich auch recht erfolgreich als Fotograf und Lithograph betätigt hat. Allein im Öl, so sagt er selbst, fühlt er sich zuhause. Manche seiner Bilder entstehen fast im Augenblick ihrer Idee, die meisten jedoch brauchen eine lange Reifezeit; die zeitaufwendige Technik der Fertigstellung des jeweilig in Arbeit befindlichen Bildes erlaubt diese lange Vorbereitungszeit.
Sein Stil, den er phantastischer Realismus nennt, ist gefragt. Salvadore Dali ist als sein großes Vorbild zu erkennen. Realistisch ausgefeilt sind seine Figuren und Motive. Und trotzdem sucht
und findet das Auge Aussagebezüge in der eigenartigen Zusammensetzung des Sujets,
in ihrer Komposition und Vielfältigkeit.
Kein „junger Wilder“ also, sondern einer, der plant und zusammensetzt. Einer, der intensiv und mit Sorgfalt an seinen Bildern arbeitet.
Was die Interpretation seiner Bilder angeht, so gibt sich Heyder zurückhaltend und bescheiden: Über den Inhalt seiner Gemälde möchte er vorerst nichts sagen, „denn es wäre anmaßend, dem Betrachter in seiner Vorstellung hineinzureden“. Sein eindeutig zum Gegenständlichen tendieren-
des Werk, das außer Ölgemälden auch Aquarelle und Zeichnungen umfaßt, ist nicht oder nur selten von spontanen Einfällen geprägt, sondern wird eher sorgfältig geplant ausführt.
Heyder lebt und arbeitet, als freischaffender Maler, in Solingen.
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